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Smartphone-Photographie: Ein (Selbst)Versuch

Ist es nicht quasi die in Stein gemeißelte Botschaft innerhalb der Photographie schlechthin? Jene die irgendwie alle Photographen, ob auf YouTube oder anderen Netzwerken unterwegs runterleiern? Wie ein Mantra und ohne dabei jemals müde zu werden? Oh! Welche Botschaft genau fragst du dich? Ich meine natürlich diese Botschaft hier:

„Die beste Kamera ist die, die du gerade dabeihast!“

Eliott Erwitt, amerikanischer Photograph

Eine durch und durch tolle Botschaft, oder? Immerhin vermittelt sie den Eindruck, jederzeit etwas festhalten zu können. Was objektiv auch irgendwo stimmt, wenn der Akku des Gerätes es noch hergibt. Da auch ich diese Botschaft ständig gehört habe, hieß es nun, die Sache mal auszuprobieren und absichtlich nur mit dem Smartphone unterwegs sein.

Habe ich schon erwähnt, dass das umso lustiger ist, wenn wir bedenken, dass die gleichen YouTuber und CoKG welche die Botschaft verbreiten, auch diejenigen sind die dir ständig neue Produkte „nahelegen“ wollen? Hmm. Seltsam, aber sei es drum! Mich führte es an jenem Tag auf ein ehemaliges Funkergelände der Funkerschule der Deutschen Demokratischen Republik. Ja, ich habe es absichtlich ausgeschrieben.

Hier stehen einige alte Gebäude herum, welche vom Zahn der Zeit gezeichnet sind. Mitunter natürlich auch des geistlosen Vandalismus mancher Gestalten. Ach! Das Gelände ist übrigens frei begehbar, weshalb sich auch viele Spaziergänger dort befinden. Auch wird (wurde?) dort angeboten, die Gebäude auf legalem Wege betreten zu können. Welche Voraussetzung es zu erfüllen gibt? Sich doch bitte zumindest beim Pförtner melden. Mir war es bisher nicht möglich herauszufinden, wo das genau sein soll.

Die ersten „Versuche“ waren jedenfalls nicht ganz einfach, wenn auch gleichzeitig die diversen Hilfstools in der App ein kleiner Segen waren, alles möglichst gerade und auch plan auszurichten. Etwas, was ich bei der Photographie sehr schätze! Klarheit! Darüber hinaus wird bei der Smartphone-Photographie deutlich, wie weit die ganzen „unterstützenden Technologien“ mittlerweile sind. Stürzende Linien schon während einer Aufnahme ausgleichen? Kein Problem. Schärfetiefe bei Portraits nachträglich ändern mit Hilfe der Daten vom Tiefensensor? Kein Problem (wenn die Nähe stimmt). Direkt am Gerät eine unendliche Auswahl an Filter? Kein Problem.

Was mich jedoch kirre machte, war die Bearbeitung hinterher. Auch wenn mein Smartphone mit knapp 7 Zoll Bildschirmdiagonale schon recht groß ist, kann es ein Krampf sein dort seine Bilder zu bearbeiten. Ich habe die Bilder stellenweise somit letztlich auf ein Tablet übertragen und mit gleicher App wie auch auf meinem Smartphone bearbeitet. Insbesondere die automatische Helligkeitssteuerung kann einem gern ein Strich durch die Rechnung machen. Womit Bilder dann am Ende im Netz etwas seltsam aussehen. Ja, natürlich lässt sich diese Funktion deaktiviert, doch jedesmal hin- und herschalten? Ehrlich? Nein, Danke.

So heißt es also, sich weiter ausprobieren und einen weiteren Beitrag schreiben. Einen, welcher auch mehr Informationen insgesamt bietet als dieser hier! Wer sich das hier gegönnt hat, dem ist wohl nicht mehr zu helfen. Mein Dank aber bleibt bestehen! Somit heißt es wohl: „Bis zum nächsten, mentalen Erguss meinerseits!“ Als vorweihnachtliches Geschenk gibt es noch ein Zitat, welches auf ein gewisses Gemälde anspielt und unserem nicht zu befriedigenden Konsum:

„Der Konsum frisst seine Kinder.“

Lisz Hirn, österreichische Philosophin

Kevka Bluebird.