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Entdeckerland rund um Wünsdorf

…Unser neues Video zu dieser Tour ist übrigens am Ende dieses Beitrags zu sehen… 🙂

Auf YouTube habe ich durch Zufall einen Kanal entdeckt, der einfach nur Wander – Touren vorstellt und zeigt, was auf der Strecke alles zu sehen ist. Sehr interessante Touren, darunter eine in der Gegend von Wünsdorf, inclusive Bunker…. ließ mich aufhorchen und ein Touren – Vorschlag ging an Kevka raus, der sofort positive Resonanz fand. Insgesamt ist nicht nur Wünsdorf selber, sondern auch die nähere Umgebung immer einen Ausflug wert. Es gibt dort viel zu entdecken. Nicht nur was alte, geschichtliche Gebäude betrifft, sondern auch viel Natur und, wie ich noch feststellen durfte, Tierarten von der roten Liste sind dort auch unterwegs.

Nicht nur Wünsdorf selber, sondern auch die nähere Umgebung, wurde lange Zeit militärisch genutzt. Schon zur Kaiserzeit wurde hier militärisch geübt, die Wehrmacht baute den Standort zu einer wichtigen Stütze im zweiten Weltkrieg aus und wurde nach dem Krieg von den Russen übernommen. Außerhalb der Sowjetunion war dies der größte russische Militärstandort mit bis zu 60.000 Soldaten – und somit auch Sperrzone für viele Anwohner … die verbotene Stadt. Von diesen 100 Jahren Militärgeschichte ist einiges geblieben und wartet darauf wiederentdeckt zu werden.

Start war in Wünsdorf die Zeppelinstraße und das erste was ins Auge fiel waren die eindrucksvollen Betonzigarren. Betonbunker, 23 m hoch und mit einem Durchmesser von 13 m. Oben hatten sie eine spitze Form, die den Sinn hatte, eventuellen Bomben eine möglichst geringe Angriffsfläche zu bieten. Platz hatte so ein Bunker für ca. 315 People und das auf 8 Etagen.

Wir hatten ca. 3 Km zu laufen. Unter Anderen gibt es dort mitten im Wald ein Schwimmbad zu bewundern (da waren wir nicht) oder man konnte zu einem Wehrgefechtsstand hinaufgehen. Aussicht gab es aufgrund der Vegetation allerdings keine mehr . Die Wege waren alle gut zu finden. Der letzte Rest ging querfeldein durch den Wald und suchen mussten wir nicht lange. Es gab zwei Eingänge, über die ein Zugang möglich war – eng aber möglich ;D Wie fast immer war Kevka der Erste, der den Einstieg als Erster bewerkstelligten durfte.

Es handelt sich um einen zweistöckigen Bunker, mit einer „Halle“ am Ende des oberen Stockwerks. Früher war dies mutmaßlich eine Funker – Station, in neuerer Zeit ist dies eher ein Ort für Partys gewesen, wie man gut sehen konnte. Diesmal hielt das Tagesgeschehen auch noch eine Überraschung für uns bereit. Nach der ersten Erkundung der Örtlichkeit und dem Aufbau von Lichtquellen und VOR dem ERSTEN Photo mit der Kamera …. hörten wir „großes Gerät“ im Gelände fahren, das näher kam. Und nein, wir hatten uns nicht verhört und da stand dann ein Radlader vor unserem Bunkereingang, der tatsächlich alles dicht machen wollte. Ohne Vorwarnung. Naja.

Haben dann alle Sachen zusammen packen müssen und nach einem netten Gespräch mit den beiden Arbeitern, uns aufgemacht zu anderen Gefilden. Die beiden haben uns von einer Party während der Corona – Zeit erzählt, mit um die 60 Personen, bei der die Polizei anrücken musste. Das war dann auch der Grund, dass der Eigentümer beschloss alles dicht zu machen. Tja, und wir sind dann einen Tag zu spät angerückt.

Einen weiteren „Trostbunker“ haben wir dann nur noch verschlossen vorgefunden und sind dann noch eine kleine Wanderrunde gedreht, auf der wir ein paar schöne Makro – Objekte gefunden haben.

Es gibt noch viele Wege, die wir dort noch nicht gegangen sind. Wirklich einen Abenteuer – Wunderland und schön zum „Strecke“ machen.