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InterviewPortrait: Kristin Stein aus Werder/H.

Interview mit Kristin Stein am 12.07.21, Photographin in Werder Havel

Hallo hier ist das Kreativforum – Potsdam, für kreative Köpfe oder die, die es vielleicht werden wollen. Und ich bin im Gespräch mit Kristin Stein, Photographin im schönen Werder an der Havel.

Liebe Kristin! Warum „K-Photographie“, geschrieben mit einem „ph“? Ein besonderer Grund?

Den Namen „K-Photographie“ habe ich mir schon lange bevor ich mich selbstständig gemacht habe ausgesucht.
Das „K“ kommt von meinem Vornamen Kristin und ich lese schon ziemlich lange gerne die Zeitschrift „Photographie“ daher denke ich, dass es gut zusammengepasst hat.

Was treibt dich an! Wie hat das alles bei dir angefangen. Wie bist du zur Photographie gekommen und was hast du zuerst photographiert?!

Es begann während der Schulzeit, während des Abis. Da sind wir in der 11 Klasse in ein Schulprojekt eingestiegen, im Fach Medien und Kommunikation und da war gleich das erste Projekt mit Photographie – das hat mir richtig gefallen, war irgendwo auch der Startschuß und ich bin dann dran geblieben während der Abizeit.

Habt ihr damals schon mit Spiegelreflex-Kameras gearbeitet oder mit dem was so zur Verfügung stand?

Ich weiß gar nicht ob ich da meine „erste kleine“ schon hatte oder noch nicht. Aber wir sollten dort Gemälde nachstellen, von bestimmten Künstlern – und das als Photoprojekt. Das hat ziemlich Spass gemacht. Und irgendwie bin ich dann dabei geblieben, habe nebenbei die Abifahrten abgelichtet und war immer diejenige, die die Kamera mit dabei hatte. Und das hatte ja da auch schon mit Menschenphotographie zu tun, dadurch, dass ich immer unter Menschen war. Zum Abschluß hat dann jeder eine DVD mit Bildern ausgehändigt bekommen. Das war ganz witzig und kam gut an. Hab mich dann entschieden, dass ich das weitermache und habe mir nach dem Abschluß ein Praktikum gesucht bei einem Portraitphotographen in Potsdam.

Du hast dich also schon früh auf Menschen- und Portraitphotographie speziealisiert?

Ja irgendwie schon.

Hast du dich mal in Streetphotographie ausprobiert? Hat ja auch mit Menschen zu tun….

Mittlerweile ist es ja eine Frage der Kundennachfrage, was die sich so vorstellen .Damals habe ich mich natürlich auch draußen ausprobiert, allerdings nicht speziell in der Streetphotographie sondern eher in der Natur. Hier in Werder ist ja nun nicht viel mit Streetphotographie (allgemeines Lachen) gegeben, darum eher in der Natur und da denn Landschaftsbilder. Aber die Nachfrage ist in der Sparte ja nicht so besonders, da ist die Kaufnachfrage in der Portraitphotographie schon größer. Landschaftsbilder kriegst du mit Masse schon im Internet zu sehen. Aber als Hobby ist es eine tolle Sache.

Ja, das kann ich voll bestätigen! Was interessiert dich persönlich neben der Portrait – Schiene. Läuft da ein Projekt oder machst du neben deiner Vollbeschäftigung, da bleibt ja nicht viel Zeit in der Regel, noch andere Sachen, die dich interessieren?

Wenn ich mal Zeit finde, dann mache ich gerne Landschaftsbilder, wenn sich eine schöner Moment einfangen lässt. Es ist seltener geworden, auf jeden Fall. Aber was ich gerne im Geschäft auch mache ist Repro – Photographie. Und zwar alte Photos aufwerten. Ich kriege teilweise kaputte oder beschädigte Photos mit Flecken oder Ähnlichem. Die digitalisiere ich und dann bin ich in der Bildbearbeitung und kann die alten Photos noch mal aufwerten. Das ist ganz interessant.

Auch vom Dia?

Dias auch, ja, Negative, die entwickelt wurden, scanne ich dann ein mit einem hochwertigen Scanner, digitalisiere sie und kann sie damit umwandeln, um sie so detailgetreu zu erhalten für die Zukunft.

Ja, was machst du, wenn jemand mit der 200 Stücke – Sammlung seines Opas hier aufkreuzt…..(allgemeines Lachen)

Ja bisher hatte ich eine Menge gehabt die mit Negativen hier ankamen, das sind ja dann Streifen und die konnte ich dann einscannen. Aber ansonsten haben die Leute eher so ein, zwei Bilder, die sie mir vorbeibringen. Oft dann für einen Anlass, für eine Beerdigung oder so, die ich dann nochmal digitalisieren soll. Da sind dann auch jüngere wie ältere Bilder dabei. Es gibt allerdings auch schönere Anlässe zwischendurch. – Aber so ne Menge an Bildern….ja, macht dann schon ein bisschen mehr Arbeit aber es ist auch mal schön so für sich dann zu arbeiten.

Ja, das ist schon eine sehr interessante Sache. Es gibt mit Sicherheit viele alte Bilder, die ohne solche Maßnahmen den „Bach runtergehen“. Ich muss da gerade an meine eigenen alten Bilder denken….

ich denke es sind auch eher die ersten ausgedruckten Farbbilder, die schneller altern als die älteren schwarzweiß – Bilder, denn die verlieren viel mehr Farbe mit der Zeit….

…ich kann das nachempfinden, denn ich habe auf meinem Schreibtisch ein Farb – Bild meiner Großeltern stehen, dass altert von den Farben her doch erheblich, während daneben eine Schwarzweiß – Photographie steht…

die immer noch gut aussieht…

.Genau! ….(lach) Ich kann mir auch nicht vorstellen, das sich das noch ändern wird…

Ja, die Analogen Bilder werden immer weniger und es ist gut, wenn sie Einem erhalten bleiben.

Wir haben ja gerade ein Business – Shooting hinter uns. Was sind dabei deine Gedanken bei der Umsetzung. Worauf kommt es dir an, was ist dir wichtig und worauf achtest du?

Wichtig ist bei Bewerbungs- oder Businessbildern erst mal der Beruf. Davon hängt es dann ab, ob und wie kreativ oder sachlich ich das dann umsetzen kann. Ja, den Menschen dann auch nochmal anzuschauen, wie er am besten zur Geltung kommt – ob er doch sehr offen oder geschlossen ist. Und ansonsten ist die Kleidung nochmal sehr wichtig. Aber es geht mir auch eher darum, ob ein Bild „ordentlich“ ist am Ende und es demjenigen auch wirklich gut gefällt! Es ist ganz wichtig, ob es auch gut gefällt! Das derjenige, sich nicht das Bild anguckt und denkt, ja, jetzt hab ich eins und das schick ich jetzt mal ab. Sondern es soll schon bestätigt werden, das es auch gerne abgeschickt wird!

…es soll also auch irgendwo das Innere repräsentieren…

Ja genau! Also, was ich auch gerne sage: Viel ist nicht nur ein kleines dezentes Lächeln, sondern wo noch ein bisschen mehr Persönlichkeit mit hinter ist und dann darf es auch schon gerne ein schönes, offenes Lachen sein. Viele trauen sich dann erst mal nicht.

obwohl es auch sicherlich schwierig ist ernste Photos sympathisch rüber zu bringen….

…kommt irgendwo auch auf den Beruf an. Aber ich sage auch den Kunden gerne, dass es schwierig ist einzuschätzen, welche Person sich die Bilder anschaut und wie diese Person dann entscheidet. Alleine die Frage, was will er sehen in dem Menschen. Will er mehr Charakter sehen oder was dezentes, sachliches sehen – das ist ganz schwer einzuschätzen. Es ist ganz schwer für mich dann auch zu sagen, wie derjenige dann den Ausdruck haben soll.

…In diesem Sinne, um den Gedanken weiter auszuführen, ist es umso wichtiger, die Persönlichkeit authentisch abzubilden, nur so weiß man was man „bekommt“…

.ja, genau….

wieviel Prozent Bauchgefühl ist bei deiner Arbeit mit dabei?…

Durch die vielen Aufträge ist das Bauchgefühl immer mehr geworden. Und darum sage ich den Leuten ganz ehrlich wenn einige Bilder nicht so geeignet sind wie andere. Letztendlich ist es deren Entscheidung in dem Moment – Ja! Es geht nach Bauchgefühl und das ist auch irgendwo schwer zu beschreiben. Ich gehe gerne die Bilder nochmal durch und guck wo mehr Charakter rüber kommt, und damit ist das Bild halt geeigneter aus meinen Augen heraus als das Andere.

Du bist Selbständig und somit Vollbeschäftigt – hat die Photographie bei dir im Privaten überhaupt noch Platz? Oder delegierst du das gerne an jemanden Anderen?

Nee, wenn es um Photos geht muss ich dann auch wirklich ran. Zu Feierlichkeiten, wenn was ansteht, oder wenn ich es schaffe mal meinen Sohn zwischendurch zu photographieren. Es geht ja dann doch auch regelmäßig unter im Alltag – aber unregelmäßig kommt es dann auch zu Stande. Aber ich mache es privat wirklich gerne! Es ist durchaus weniger geworden – aber ich mache es gerne!

In welchem Modus photographierst du bevorzugt. Manuell oder nimmst du eine Variable mit hinein?

Hier im Studio ist es soweit immer die gleiche Einstellung wegen dem Blitzlicht, Da kann man höchstens mal ein wenig mit der Blende arbeiten aber ansonsten ist die Intensität des Lichts über den Blitz einzustellen. Draußen, je nach Lichtsituation natürlich, da kann man schon etwas mehr spielen. Vor allem mit der Blende. Es geht da vor allen Dingen um die Schärfe im Bild. Während ich im Studio nur einen geringen ISO – Wert brauche, muss ich den draußen schon etwas öfter variieren. Ansonsten photographiere ich gerne mit Zeitautomatik mit Blendenvorwahl.

Im Studio Dauerlicht oder Blitzlicht?

Hauptsächlich ist die Belichtung am Blitz ausgerichtet, aber auch ein Dauerlicht. Was ich auch sehr gerne mache ist die Arbeit mit einem Ringlicht bei Portraitaufnahmen. Das zaubert einen gewissen Effekt in die Augen, aber halt auch nur bei bestimmten Aufnahmen, die etwas kreativer sein dürfen. Es gibt durchaus Photographen, die verachten so etwas in der Portraitphotographie, aber das ist einfach nur eine Spielerei, das mache ich auch nicht mit jedem. Dauerlicht kommt draußen gut, zusammen mit dem Sonnenlicht, aber hier im Studio kann ich besser mit dem Blitzlicht variieren. Draußen kommt es halt auch auf die Lichtsituation an und dass ich halt alleine arbeite. Da habe ich im Zweifel halt keinen, der mir das Licht hält und so nehme ich dann den Aufsteckblitz. Das von vorne auch aufgehellt wird bei Gegenlicht zum Beispiel. Bei Hochzeiten im Innenraum nehme ich natürlich auch einen Blitz, sonst ist es zu unscharf. Wenn Licht da ist, dann auch gerne mal nur mit vorhandenen Licht.

Welche Belichtungsart bevorzugst du, Seit- oder Frontalbelichtung?

Meist sind es bei mir Passbildaufträge, da kann ich mich nicht kreativ austoben, das muss schön ausgeleuchtet werden. Sonst haben die Leute Schwierigkeiten die Passbilder beim Amt abzugeben (allgemeines Lachen) – da bin ich jetzt etwas unkreativ. Aber ansonsten ist immer ein Gegenlicht oder ein Seitlicht schön, damit da mehr Persönlichkeit, vor allen Dingen mehr Tiefe da rüber kommt. Da spiele ich bei größeren Fotoshootings mit unterschiedlichen Lichtvarianten, wie bei Familien oder Portraits. Familien sind auch eher so eine Geschichte, dass da alles voll ausgeleuchtet sein sollte am Ende, damit alle schön zu erkennen sind. Die Bilder sind dann ja oft als Geschenk gedacht.

…Da ist dann Belichtung bestimmt auch nicht so das große Thema, sondern wie bekomme ich alle mit den Augen zur gleichen Zeit zu mir, oder?…

Ja, das ist es eben..

.vor allen Dingen mit Kindern, da hat man ja viel Abenteuerland drin….

Es ist Abenteuer, es macht Spass, man ist danach auch ganz schön erschöpft – aber es macht auf jedenfall Spaß während dessen!

Mit oder ohne Trillerpfeife…? 😀

Nein, nein, das klappt auch ohne! (grinst) Es entstehen halt die besten Bilder bei Familien wenn spontane Situationen entstehen und man die ablichten kann. Der Überraschungsmoment dann halt.

Welche Aussage im Bild ist dir am wichtigsten und mit welchen Mitteln arbeitest du, diese Aussage hineinzubekommen?

Die Aussage eines Bildes – da sehe ich so den Ausdruck, wie die Person dann bei mir auch schaut. Ob es jetzt etwas freundliches oder aber etwas ernsteres sein soll, da geht es ja bei Photoshootings, wenn es um mehrere Bilder geht, um eine Auswahl an Bildern – und es ist ja ein Auftrag an mich und da versuche ich zu variieren und beides mit hinein zu nehmen. Ich habe nicht genau ein Thema bei mir. Ich versuche halt bei jedem eine Mischung aus Allem anzubieten, aus denen sie auswählen können.

Ich habe in deiner Bildgalerie besondere Bilder gesehen, sehr geschminkt, mit Augenaufschlag….

Ah ja, mit Extrem – Make – Up geschminkt? (…mittlerweile hat Kristin eines ihrer Photobücher herausgeholt und eine Seite aufgeschlagen…)Ja, das war tatsächlich mal ein Projekt zwischendurch mit einer Visagistin zusammen – einer guten Freundin, die das geschminkt hat. Das sind jetzt keine Kundenaufträge gewesen, konnten uns da auch kreativ austoben, aus unserer Sicht. Damit wir mal ein paar andere Motive zum zeigen haben! Mit Extrem – Make up.

so ein bisschen auch aus dem Gruselkabinett herausgeholt….

Ja, ganz genau – aber auf eine besondere Art auch schick irgendwo….

Ja, ein echter Hingucker mit Überaschungseffekt. Auch die roten Augen – sehr schön. 😀

Wir haben da mit Kontaktlinsen gearbeitet und dort siehst du auch eine Aufnahme mit Ringlicht. Insgesamt war es mal etwas Anderes, Peppiges.

(…blätter weiter im Buch…) Aaaah….

Ja, Tiere sind auch dabei… sind ja auch Familienmitglieder in dem Sinne…

Die beiden Katzen dort sind einfach sitzen geblieben?! (lach)

Sind auch hier ganz viel herumgerannt im Studio und wurden von uns immer wieder so drapiert – und irgendwann hat es dann mit der Aufnahme geklappt.

Hattest du schon mal Hunde in Bewegung draußen?

Ja, ist auch alles schon dabei gewesen.

(blätter weiter im Buch) Das Ringlicht bringt schon interessante Effekte…

Ist auf jeden Fall eine schöne Spielerei, so als Effekt wirkt es schon recht künstlich. Viele fragen mich, ob ich das im Nachhinein einfüge, aber dafür gibt es ja ein Licht!

(blätter weiter…) Oh, den habe ich auch schon gesehen bei dir in der Galerie. Der Junge wirkt wirklich sehr photogen. Manche haben es irgendwie…

…die können den Kopf besser ausschalten, das ist es ja.

Was machst du mit denen, die sagen, sie seien total unphotogen, los mach ein Photo…will es hinter mir haben… (allgemeines Lachen)

Meistens ergibt sich das beim Photoshooting selber. Wenn man zusammen ins Gespräch kommt, das ist ganz wichtig.

Du hast das ganze Repertoire dabei. Auch Aktphotographie und Babys. Was machst du mit den Babys? Wahrscheinlich alles schön warmhalten, oder? 😀

Im Winter natürlich, im Sommer ist es meistens warm genug oder sie bekommen ihre Wärme von den Eltern. Ansonsten, die sollen wach sein und dann ergibt sich das meiste natürlich. Einfach mal abwarten was so passiert während eines Shooting und vor allen Dingen was sie so gerne mitmachen möchten. Da muss man ein bisschen schauen.

Bei Familienbilder, mit welcher Blende arbeitest du da? Offenblende geht ja schon wegen der Schärfe in den Augen nicht…

Genau, das macht man nicht. Da bin ich dann schon bei Blende f7.1 oder f8, dass die Schärfe hinhaut, ja. Dann ist ausreichend Schärfe da und trotzdem noch angenehm weich.

Wo siehst du die Grenzen der Photographie? Smartphone-Photographie nimmt ja schon eine ganze Menge weg von der professionellen Photographie…

Ja das stimmt. Viele haben das Verständnis nicht mehr für den Preis. Das man durchaus Geld dafür ausgeben kann, wenn man auch digitale Bilder am Ende bekommt. Nicht alle, na klar, aber dies ist nun mal meine Arbeit, die ich anbiete und die meiste Arbeit wird ja dann im Nachhinein hauptsächlich in der Bildbearbeitung abgeleistet. Das wird dann nicht mehr gesehen von den Kunden und deshalb nimmt das Verständnis dafür ab. Da wird es sicherlich noch mehr Grenzen geben, die enger verlaufen werden in Zukunft. Da muss man dann schauen wie man damit umgeht, wenn man damit arbeitet und diese Dienstleistung verkaufen möchte. Viele haben ihre Digitalbilder auf Handy, über die sie dann einen Filter rüberhauen – und das reicht dann im privaten. Natürlich. Mache ich privat auch. Aber es geht beim Photographen nochmal um andere Arbeiten.

Geht sicherlich darum, ob man ein Qualitätsphoto haben möchte oder nicht.

Ja, genau.

Was meinst du, wird die Smartphone – Photographie die Spiegelreflex ersetzen?

Im Moment würde ich es noch noch nicht so einschätzen. Schwierig für die Zukunft. Im Digitalbereich auf jeden Fall, da kann ich mir das gut vorstellen. Da ist die Technik recht weit. Aber wenn es um ausgedruckte Geschichten geht NOCH nicht. Ist dann noch eine andere Art der Photographie. Klar, wenn man sich damit extrem viel beschäftigt und da nochmal in die Technik einsteigt ist da auch sehr viel möglich. Ja, man kann halt noch nicht so die Details freistellen, wie mit der Spiegelreflex-Kamera und es ist auch irgendwo ein anderes Feeling vom Photographieren her. Ob man so ne große Kamera in der Hand hat oder nur so ein Handy…schwierig manche Motive umzusetzen, da hat man nochmal einen total anderen Blickwinkel.

Fällt es dir mit der Kamera leichter eine Idee umzusetzen als mit dem Handy?

Wenn ich Handy – Photos mache, mache ich es ja auch nur so auf die Schnelle im Privaten, da habe ich auch so keine Idee vorher, was ich da photographieren will. Da photographier ich einfach nur das was da gerade so passiert!

…Dokumentation sozusagen..(allgemeines Lachen…)

Ganz genau! Und die Ideen mit den Bildausschnitt usw. werden eher mit der Spiegelreflex-Kamera umgesetzt.

Blick in die Zukunft. Wo geht es hin, was hast du vor?

So weit denke ich immer gar nicht! Ich lebe immer im Moment sozusagen, bin froh, dass ich Aufträge habe. Es ist die Frage, wie weit geht es noch in die Zukunft, ob die Nachfrage da ist für mich. Es ist nun mal mein Beruf, ich verdiene damit mein Geld, darum brauche ich auch die Nachfrage bei den Kunden. Ich habe mir darüber schon oft Gedanken gemacht, ob es so bleibt, oder ob man sich etwas Anderes überlegen muss für die Zukunft in der Portraitphotographie. Da bin ich noch zu keinem Ergebnis gekommen.

Wie hast du das letzte Jahr so überstanden?

Das Corona – Jahr? Also, am Anfang sind natürlich die großen Aufträge weg gefallen, Feierlichkeiten usw. aber da haben doch einige Hochzeiten stattgefunden im kleinen Kreis, haben trotzdem viele noch geheiratet und ich durfte dabei sein und sie begleiten – teilweise als einzige Person während der Trauung…

Ein Wahnsinn…

…Ja! Es war schon unglaublich, wie viele alleine geheiratet haben dann letztes Jahr. Und dieses Jahr sind teilweise noch mehr Hochzeiten weggefallen als letztes Jahr – die wollen wahrscheinlich alle noch ein Jahr warten. Aber die Nachfrage nach Pass – und Bewerbungsbildern ist größer geworden und somit bin ich erst mal damit gut über die Runden gekommen. Jetzt läuft es gerade wieder an im Sommer, wollen alle wieder schöne Photos haben. Und somit bin ich jetzt viel draußen unterwegs.

Ich sehe da auch viele kreative Bilder von dir, hier im Studio, wo die Kunden mit ihren Ideen oder Wünschen zu dir gekommen sind…

Dieses Eingehen auf die Menschen mit ihren Wünschen, da sehe ich mich auch eher …. als Auftrags – Photographin. Am Ende sollen die Bilder wirklich meinen Kunden gefallen. Sie lassen mir oft freie Hand bei der Umsetzung und ich hoffe dabei, dass ich dann ihren individuellen Geschmack erfüllen kann. Das sehe ich als meine Aufgabe!

Liebe Kristin, vielen Dank für dieses Interview! 🙂

Ein Kommentar

  1. Steffen Steffen

    Hey,
    klasse Interview. Hast Du wirklich sehr gut gemacht.
    LG Steffen

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